Slider

Vinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.xVinaora Nivo Slider 3.x

Deprecated: Methods with the same name as their class will not be constructors in a future version of PHP; plgContentCincopa has a deprecated constructor in /var/www/vhosts/npd-sachsen-anhalt.de/httpdocs/plugins/content/cincopa/cincopa.php on line 15

Es war wohl die größte Klatsche, die Plasberg und Co., ja das versammelte elitäre Establishment in „hart aber fair“ je erhalten haben. „Hier Freiheit leben und dort Erdogan wählen“ hieß das Thema am Montag, um zum x-ten Male die große europäische Multikulti-Integration zu beweihräuchern. Man ist solche Propaganda ja leid, aber wie es der Riecher oder siebente, rechte Sinn so wollten, blieb ich beim Zappen kurz hängen und kam gerade noch zurecht, wie der obligate ‘kleine Mann‘ aus dem Volke vorgeführt werden sollte. In diesem Falle der „gutintegrierte“ Deutschtürke mit dem Doppelpaß, der schon 45 Jahre hier lebt, Abitur machte, Architektur studierte, allerdings in Berlin Taxi fährt, verheiratet ist, drei Kinder hat.

 

Auf Plasbergs kumpelhafte, vereinnahmende Ansprache mit „Landsmann“ hin rettet er sich gerade noch ausweichend als „Berliner“. In der Türkei wähle er Erdogan, aber hier „natürlich seine“ Kanzlerin Merkel - kommt es fast wie das alte „halten zu Gnaden“ aus seinem Munde. Nun ja, das mit dem Taxifahren wurde nicht groß erörtert, aber die beiden Pässe – und warum?

 

Den deutschen Paß hätte er für’s Reisen und den türkischen für die Identität! Wieso Identität – fragt Plasberg nach. Nun ja: Alltagsleben, Tradition, Familie, Nachbarschaft, Geschichte und Weltanschauung – eben alles, was wichtig ist im Leben eines Türken. Das alles sammelt und symbolisiert dieser türkische Paß und DAS macht er allen mit diesem einen Satz hier klar. Selbst wenn er hundert Jahre in Deutschland lebte – er ist und bleibt Türke! Betretenes bzw. eisernes Schweigen der Vielredner; Plasberg ist aus dem Konzept; den Claqueurs auf den Rängen die geübten Hände eingefroren. „Es gibt hier eine Realität und da das Spiel der Politiker“ – so ähnlich das ehrliche Fazit des Türken.


Hatte man das Briefing unterschätzt? War man sich dieses ‚verpaßten‘ Deutschen so sicher gewesen? Im Übrigen hätten seine Jungs den deutschen Paß und könnten sich selbst entscheiden. Aber - fällt der Apfel so weit vom Feigenbaum? Zum Glück ist die Veranstaltung bald rum. Doch den zweiten Knaller des Abends liefert dann noch Innenminister de Maiziere auf die Frage, was ihn eben am meisten beeindruckt hätte:

 

Der Mann spräche gut Deutsch und wäre so stolz auf seine Jungs! – war alles, was der Misere dazu einfiel. Daß er gerade das totale Scheitern der letzten 50 Jahre deutscher Einwanderungspolitik um die Ohren gehauen bekam, blendet er aus. Will keiner in der Runde wahrnehmen: Sie sind alle wegen des leichten Geldes hier.


Im Gegenteil: Der Monheimer Bürgermeister Zimmermann (etwa das Ei?) freut sich über die Förderung des nächsten Moscheebaues in seiner Gemeinde, sogar für Ditib. Na, denn man tau! Passend dazu wurde dieser Tage in NRW – für genau diese teure Propaganda - eine junge Frau mitsamt ihrem acht Monate alten Baby inhaftiert, weil sie die Rundfunksteuer nicht bezahlen wollte…

Hans Püschel